Press release
Informacja z zawiadomieniem o wystawie zostało wysłane do Gazety Wyborczej. Inauguracja wystawy odbędzie się 3 stycznia na Wydziale Ekonomii UMK. Krótko po świętach zacznę montować wszystkie elementy wystawy.
Press release regarding the exhibition opening date has been sent to the local newspaper. The exhibition will be opened on 3rd of January 2011 but I will start installing it before the New Year’s fireworks explode.
Pozdrawiam/Cheers!!
… und es kam nie wieder
MARKERSDORF- Im Sommer 1990 sagte Gorbatschow einen baldigen Abzug der in der ehemaligen DDR stationierten Truppen zu. Was bedeutete dies für die Bevölkerung im Ort? Die Russen gehörten doch irgendwie dazu. Gerade in so einem kleinen Dorf wie Markersdorf mit so einer kleinen Garnison – sie wohnten doch mittendrin, der ein oder andere Markersdorfer besuchte regelmäßig das “Magazin” um ein paar Delikatessen zu kaufen, die Offiziere besuchten regelmäßig das Dorflokal, man sah den Schulbus, der die Kinder der Offiziere jeden Morgen in die Schule nach Chemnitz brachte und am Nachmittag wieder holte und man hatte das ein oder andere Tauschgeschäft am Laufen – “Sprit gegen Sprit”. Doch wer waren denn die Russen eigentlich? Die Soldaten, die in der Russenkaserne lebten, nahmen am eigentlichen Leben nicht teil, wurden nur selten gesehen aber von den meisten Bewohnern im Ort bedauert, “die hatten es schlecht”. Die Offiziere hingegen waren sichtbar im Ort, lebten in guten Bürgerhäusern an der Hauptstraße. Und dennoch, mehr als einen freundlichen Gruß auf der Straße wechselten die wenigsten Menschen aus Markersdorf.. und so fiel vielen gar nicht auf, dass die Russen plötzlich weg waren. .
Kurz vor dem damaligen Abzug der Truppen, lud der damalige Bürgermeister Neuhaus (im Bild stehend) alle, die Offiziere und die Soldaten, zu einer offiziellen Verabschiedung ein. Nur die Offiziere erschienen. Schon bald darauf verließ die Sowjetarmee schließlich den Ort. Nach vielen Jahrzehnten war 1992 wieder hochbetrieb auf dem Bahnhof… mittlerweile ist auch er nur noch ein Museum.
Auch die Tage der GUS-Kaserne waren gezählt. Neben und inmitten von Unkraut und Gestrüpp befanden sich die Ruinen der Kaserne. Sie waren ein Schandfleck in der Gemeinde, der 1998, sechs Jahre nach dem Abzug der Truppen endlich verschwinden sollte. “Rückbau und Sanierung der ehemaligen Werkstatt einschließlich Lager für KFZ und Panzer der GUS-Streitkräfte.” Die Abrissarbeiten sollten zügig voran gehen, allerdings hielten sie auch die eine oder andere Überraschung bereit. Die Arbeiter stießen bei dem Abriss auf fünf Erdtanks die jeweils ein Volumen von sechs Kubikmetern hatten und bis dato unbekannt waren.
Die dadurch entsanden Gruben mussten wieder gefüllt werden. Zusätzlich mussten weitere 130 Kubikmeter anliegendes
kontaminiertes Erdreich abgetragen werden.
Lange Zeit war ungewiss welche neue Nutzung das Kasernengelände bekommen sollte. Unmittelbar nach dem Abriss war der Bau eines Wohngebietes im Gespräch. Aus diesen Plänen wurde jedoch nichts.
2, 6 Millionen Mark kostete das Projekt und war Ende 1999 abgeschlossen.
Heute erinnert wirklich nichts mehr an diese Vergangenheit. Eine Solaranlage schmückt das Gelände zwischen Kleingartenanlage und Gromafabrikgebäude.
Viele Bürger des Ortes erinnern sich auch kaum noch an die Zeit. Es wird ihnen auch leicht gemacht. Die Spuren verschwinden oder verblassen nach und nach. Die Umweltschäden sind behoben, verseuchtes Gelände ist abgetragen und die illegale Reifen-Mülldeponie mittlerweile versiegelt. Die Münder vieler Bewohner sind auch versiegelt. Einige wollen nicht reden, andere wissen nichts. “Wir hatten mit den Russen doch nichts zu tun”, “Die Russen waren eben da und wenn sie nicht da gewesen wären, wäre es auch nicht anders gewesen.” Doch einige haben mir viele interessante und auch lustige Begebenheiten erzählt, fühlten durch meine Fragen die Erinnerung wieder wach werden und kitzelten so die ein oder andere Geschichte aus ihrem Gedächtnis. Geschichten, die sich auch auf dem Gelände zugetragen haben, deren Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes abgetragen wurde.
Doch halt. Das Russenhaus gibt es noch. Es ist im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung fest veranktert. In ihm lebten die Offifiziere zusammen mit den Familen. Mittlerweile ist es renoviert und vollständig neu vermietet, doch der Name bleibt.
Einzig Russenhaus Nummer 2, auch Wohnhaus für Offiziere, steht heute noch leer.
Es war einmal…
MARKERSDORF – Kasernen gab es viele, hier und da, in Städten aber auch auf Dörfern. Ein solches Dorf heißt Markersdorf, heute gehört es zur Gemeinde Claußnitz. Markersdorf hatte einen Bahnhof, wohl ein Grund weshalb sowjetische Soldaten hier stationiert waren. Dieser Bahnhof wurde 2003 still gelegt, in den letzten Wochen machte Markersdorf negativ von sich reden, weil es die älteste noch bestehende Eisenbeton-Rahmenbrücke, welche über diese Eisenbahnschienen führte, abriss.
Aber auch sonst erinnert nicht mehr viel an dieses Kapitel der Vergangenheit. Der “gespenstische Anblick”, den das Gelände der ehemaligen GUS-Kaserne lieferte und von dem die Freie Presse noch im Februar 1998 berichtete, hatte bald darauf ein Ende, der “Schandfleck” verschwand bis Dezember 1999. Bis dahin allerdings konnte man auf dem 3,5 Hektar großem Gelände die Spuren der Vergangenheit finden – das Kino, den Sportplatz, die Verkaufseinrichtung und große leerstehende Hallen. Auf diesem Gebiet, welches im Dorf nur “Russenkaserne” genannt wurde, lebten und arbeiteten bis 1992 die einfachen Soldaten.
Das Haupteingangstor der ehemaligen sowjetischen Nachschubskaserne
in Markersdorf nach der Räumung.
Foto: Göldner
Der ehemalige Groma-Speisesaal mit Küche.
Das Gebäude wurde von den Besatzern nicht nur als Küche und Speisesaal, sondern auch als Politschulungsraum, Dusche, Unterkunft und Turnsaal genutzt.
Foto: Göldner
Das sogenannte “Magazin”. Diese Verkaufsstelle
wurde auch von Bürgern aus dem Ort genutzt.
Foto: Göldner
Die ehemalige Fahrzeughalle von Innen.
Foto: Göldner
Die Bestandsaufnahmen von 1996 in dem großen Maschiensaal zeigen Verfall und verseuchte Böden.
Foto: Göldner
Unangenhme Auswirkungen der sowjetischen Besatzungsmacht – Stacheldraht und wild entsorgte Reifen.
Foto: Göldner







































